Lagerfeuer

Erschienen am 19. April 2020 in Truppstunde

Sven Mühlen

Sven Mühlen

 

Dies ist wohl mit das spannendste und faszinierendste Thema von allen.
Damit es auch faszinierend bleibt und nicht zur Gefahr für euch und andere, müsst ihr gewisse Regeln beachten.
Mit das wichtigste dabei ist die Wahl des Standortes: Dabei solltet ihr nicht näher als 100m an dem Waldrand heran.
Nicht auf Moor- oder Heideböden, da sich das Feuer unter der Oberfläche hindurchbrennen kann und unerwartet, auch noch nach Tagen, an einer anderen Stelle wieder zum Vorschein kommen.

Vorbereitung der Lagerfeuerstelle
1. Feuerstelle ausstechen möglichst viele Helfer heben die Grasnarbe gleichzeitig Weg.
Die Grasnarbe aufheben!
nicht zertrampeln!
möglichst nur ein
Stück!
2. Steine um die Feuerstelle legen.
3. Feuerholz Vor dem Anzünden ist es ratsam genügend Holz bereitzulegen!

Sinnvoll ist es noch einen gefüllten Wassereimer bereitzustellen, damit das Feuer unter Umständen schnell gelöscht werden kann.

Zum Anzünden keine brennbaren Flüssigkeiten verwenden ( Benzin, Spiritus kann zu übelsten Verbrennungen führen) und möglichst auch kein Papier, da die Asche die Glut gleich wieder erstickt.
Es gehört sich als Pfadfinder auch nicht das Feuer mit Streichholzschachteln oder Feuerzeugen anzuzünden. Dies ist bei gescheiter Vorbereitung auch nicht nötig. Dann reicht auch ein einziges Streichholz.
Zur Vorbereitung werden Späne gemacht ( etwa eine Hand voll ), die ungefähr die Größe von Streichhölzern haben. Über diese legt man nun größere Späne. Die wiederum werden werden dann mit kleinen Zweigen bedeckt, worauf noch dicke Äste kommen.

Feuerholz Brandeigenschaft von gut – schlecht
Eiche gut
Esche
Ahorn
Birke
Ulme
Buche
Weide
Tanne
Erle
Kiefer
Fichte
Kastanie schlecht

 

Feuer – Aufbau
Holscheite Glut
Zweige, kleine Äste Feuer
“Feuernest”: trockene Grashalme, Laub, Späne, Fichtennadeln, Birkenbast Zunder
bei Nässe: Zunder in der Hosentasche und Holzvorrat im Zelt aufbewahren.
Nasses Holz am Feuer trocknen!( Birkenholz brennt auch wenn es feucht ist )

Feuerarten:

Pyramidenfeuer

gutes Allzweckfeuer, als Koch- und Wärmefeuer zu gebrauchen.
1. Späne / kleine Äste sammeln und in form einer Pyramide aufbauen.
2. Ein Windloch sollte in Windrichtung zeigen durch dessen Öffnung man mithilfe eines Feuerzeuges oder Streichholzes das Feuer entfacht.

Sternfeuer

sehr spararmes Koch- und Wärmefeuer.
1. Zunder hineinlegen, danach mit kleinen Stöcken und Ästen abdecken.
2. Dicke Stöcke in Form eines Sternes zusammenlegen.
3. Von unten Anzünden.

Jägerfeuer

langsam brennend!
Man nehme Zunder und lege diesen zwischen zwei dicke Stämme. Darauf kommen dicke Äste.

Kastenfeuer

Ideal für viele Leute, da es große Hitze und viel Licht erzeugt.
Mann schichtet in verschiedenen Lagen Holz auf, so das zwischen den einzelnen Holzscheiten noch Platz ist, damit das Feuer noch Luft ziehen kann.

Kaminfeuer

Ist besonders zum wärmen geeignet, da es lange brennt und sich “von selbst” nach legt.
Es werden hierbei zwei Stämme schräg in den Boden geschlagen. Daran hoch schichtet man weitere dicke Stöcke die dann herunter rutschen, wenn die unten am Feuer liegenden verbrannt sind.

Polynesisches Feuer

auch Grubenfeuer genant ist sehr sparsam, wetterfest und fast unsichtbar. Es dient ausschließlich zum Kochen. Da es in einem Erdloch gemacht wird, ist auf die Luft zufuhr zu achten!

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