Liebe Pfadfinderinnen und Pfadfinder,
Liebe Wölflinge und Rover,
Liebe Eltern, Leiter, Mitarbeiter und Vereinsmitglieder!

Das Jahr 2020 wird uns Allen lange in Erinnerung bleiben, weil die Coronapandemie viele alltägliche und besondere Ereignisse verändert, unterbunden oder unmöglich gemacht hat. Das gilt besonders für unseren Pfadfinderstamm, weil schon lange unsere Gruppenstunden ausgefallen sind noch weiter ausfallen werden. Die Schulen und Kindertagesstätten sind zum Teil noch geschlossen und werden voraussichtlich im Laufe des nächsten Monats möglicherweise schrittweise wieder geöffnet werden. Das gemeinsame Erleben ist fast zum Erliegen gekommen, Kontakte kommen fast nur noch mittels elektronischer Hilfsmittel zustande.

Der Stammesvorstand sieht sich unter den gesetzlichen Vorgaben, den Prognosen der Virologen und den Empfehlungen sowohl des RKI als auch der Bundesregierung nicht in der Lage, das Pfingst- und Sommerlager durchzuführen.
Also hier ganz deutlich: Das Pfingstlager und das Sommerlager fallen aus!

Die Gründe für unsere Entscheidung sind vielschichtig, die Entscheidungsfindung ist im Bewusstsein unserer Verantwortung gegenüber Euch als Teilnehmer, als Eltern, Großeltern und Geschwister und gegenüber den Leitern und Mitarbeiter im Lager getroffen worden. So gerne wir ein unbeschwertes und fröhliches Erleben inmitten der großartigen Natur und mit guten Freunden möglich machen würden, sehen wir auch die Gefahren, das Risiko und die Folgen einer Erkrankung mit SARSCoV2 bei Teilnehmern, Leitern, Mitarbeitern, Eltern und anderen Beteiligten. Unter dem Hintergrund der derzeitigen gesetzlichen Vorgaben ist ein solches Unternehmen tatsächlich illegal.

Auch wenn die gesetzlichen Vorgaben mit der Zeit gelockert werden sollen, ist im Lager mit geringerem Hygienestandard und der Enge in den Zelten bei den Tagesaktionen keine Möglichkeit gegeben, Mindestabstände einzuhalten, Schutzkleidung dauerhaft zu tragen und körperliche Nähe auszuschließen. Das bedeutet konkret eine hohe Gefahr einer Übertragung. In einer Gruppe von 40-50 Personen kann das innerhalb des Lagers zu 5-6 Erkrankungsfällen (nicht Infektionen!) führen mit allen Folgen einschließlich der Quarantäneverfügung durch die örtlichen Behörden. Unabhängig davon bedeutet uns die Verwirklichung eines eingegangenen Risikos für Gesundheit und Leben eine strafbare Fahrlässigkeit, die Konsequenzen sind im Vorhinein schon hinlänglich bekannt. Organisatorisch sehen wir uns vor unlösbare Aufgaben gestellt, da geht es um Reisebusse, die noch nicht benutzt werden dürfen, die fragliche Erlaubnis des touristischen Reisens, Hygiene gewährleisten, Abstände einhalten, Schutzkleidung besorgen, und vieles mehr.

Kurzum, wir schützen Euch und uns, wir bleiben zu Hause und wenn alles gut ist: Dann machen wir im Sommer erlaubte Tagesausflüge oder Fahrten in kleineren Gruppen.

Gut Pfad und bleibt alle gesund!
Euer Vorstand am 04.05.2020