Aktuelles

Pfadfinder aus Wegberg zu Besuch im Aachener Dom

Ein besonderer Ausflug führte die Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Stämme Titus Brandsma Wegberg und Dalheim am Samstag, den 21. März, nach Aachen. Anlass war eine Einladung von Weihbischof Karl Borsch, der die Gruppe zuvor am 16. September im Pfadfinderheim in Wegberg besucht hatte.

Damals war es zu einem offenen und persönlichen Austausch gekommen, an dem neben den Pfadfindern auch Pfarrer Tran, Sabine Bischof aus dem Generalvikariat sowie Manfred Huben teilnahmen. Als Dank für die Begegnung lud Weihbischof Borsch die Gruppe zu einer Führung durch den Aachener Dom ein.

Am Samstag empfing er die Teilnehmer persönlich vor dem Dom und nahm sie mit auf eine lebendige Reise durch die Geschichte der Stadt Aachen. In anschaulicher Weise berichtete er über Karl der Große, die Bedeutung Aachens als politisches Zentrum Europas und die weitreichenden Verbindungen seines Reiches – bis hin zum Kalifen von Bagdad.

Schon zu Beginn wurden die Kinder und Leiter aktiv einbezogen: So durfte die Gruppe am berühmten Domportal die „Teufelslegende“ hautnah erleben und selbst die Hände durch das Tor stecken.

Im Inneren des Doms zeigte sich die Gruppe beeindruckt von der besonderen Atmosphäre und den historischen Schätzen. Die Marmorsäulen aus Rom sowie die jahrhundertealte Baukunst hinterließen ebenso Eindruck wie der Besuch im Chorraum. Dort konnten die Teilnehmer den Schrein Karls des Großen sowie bedeutende Reliquien bestaunen, darunter das Kleid Mariens, das Enthauptungstuch Johannes des Täufers und die Windeln Jesu.

Über eine Wendeltreppe ging es anschließend hinauf zum Thron Karls des Großen. Dieser wirkt mit seinem schlichten Aufbau aus Stein – der der Überlieferung nach aus Jerusalem stammt – zunächst unscheinbar, hat jedoch eine enorme historische Bedeutung. Auch ein eingeritztes Mühlespiel ist dort bis heute zu erkennen.

Blick vom Balkon über dem Domplatz

Weiter führte der Weg in Bereiche, die für Besucher normalerweise nicht zugänglich sind. Auf dem Balkon, von dem aus bei der Aachener Heiligtumsfahrt früher die Reliquien gezeigt wurden, bot sich ein eindrucksvoller Blick über die Stadt. Bei gutem Wetter konnte die Gruppe bis zum Dreiländereck schauen und das Treiben auf dem Domplatz beobachten.

Noch höher hinauf ging es schließlich bis über die Kuppel des Doms. Dort wurde deutlich, wie der gewaltige Kronleuchter befestigt ist und wie ein dichtes Geflecht aus Holzbalken den imposanten Dachstuhl trägt. Über weitere Treppen führte der Weg schließlich über das Gewölbe des Chorraums wieder nach draußen – verbunden mit einer weiteren beeindruckenden Aussicht über Aachen.

Den Abschluss der Führung bildete ein gemeinsames Beisammensein – ganz bodenständig bei einem leckeren Streuselbrötchen.
Ein besonderer Dank gilt Frau Bischof für die Organisation sowie Weihbischof Karl Borsch für die persönliche Führung und den eindrucksvollen Tag in Aachen.