Hm, dazu muss ich wohl noch sagen, dass ich mir vorher nichts dazu aufgeschrieben habe und das alles ja doch schon was länger her ist, wisst ihr ja selbst!
Am 0.1.07.2000 find unser Sommerlager mal wieder damit an, dass wir alle in Wegberg in den Vollbepackten Bus und dann ging's auch schon ab in Richtung Wiesmoor (das liegt in der Nähe von Wilhelmshaven). Nach etwa 5 Stunden Fahrt, kamen wir dann auch an, und unser Vortrupp hatte auch schon das Küchenzelt und die Leiterjurte aufgebaut. Tja und wir mussten dann also mal wieder selber ran und ganz alleine unsere Zelte aufbauen. Das waren 3 Igel für die Jungpfadfinder, eine Jurte für die Pfadfinderjungs und einen Igel für uns damals noch vier Pfadimädels.
Von da an ging dann alles seinen gewohnten Gang. Jeden Morgen wurden wir von Rosi’s Getröte geweckt, rosi.mpg (941 Kb) es war zu schön um wahr zu sein..
Danach ging's dann zum Waschen und ab zur Morgenrunde, wo wir dann erfuhren, was uns so den ganzen Tag so widerfahren sollte! :-)
Dazu gehörten zum Beispiel Sachen wie die Naturstreife der Juffis, wo der “gebohgene Rohdondron” geboren wurde, unser lustiges “eins-werde-mit-der-natur” und unser Lagertor! Das ist richtig gut und wir haben's sogar geschafft, auf der einen Seite 2Etagen zu bauen und auf der anderen 1Etage mit Brücke in der Mitte!
Eine andere Aufgabe waren natürlich auch wieder die Lagerbauten. Das war auch ein Kampf um das beste Baumaterial, also Holz und so komische Eisengestänge. Es war nämlich so vorgesehen, dass jedes Zelt eine eigeneFeuerstelle und einen Tisch mit Stühlen bauen sollte. Soweit haben wir es auch geschafft. Unser Tisch war zwar recht klein, aber auf die Größe kommt es doch nicht an oder??? :-)
Ja, sogar eine Feuerstelle haben wir Mädels uns gebaut, auch wenn wir da kein einziges Mal gekocht haben. Es haben sich ja immer nette Leute gefunden die ein bisschen oder auch ein bisschen mehr für uns mitgekocht haben :-)
Es gab auch einige Ausflüge, da Wiesmoor bekannt für seine Blumen ist, gab es da ja so einiges für uns zu besichtigen. Aber wir haben nicht nur die Blumen und Gewächshäuser bewundert, sondern waren auch im Moor selber, wo wir mit einer wahnsinnig schnellen “Eisenbahn” gefahren sind, die stolze 3km/h fuhr!
Ja, und sogar aufs Wasser haben wir uns gewagt indem wir mit dem Schiff die Kanäle rund um Wiesmoor befahren haben. Und jede Menge Schleusen gab es auf dem Weg, die wir auch noch selber öffnen mussten..
Naja, so schön es im Lager auch war, so kam für uns Mädels doch auch bald (nach einer Woche) der Tag, an dem wir auf Hike gegangen sind. Wir das waren Sabine, Julia, Claudia, Chicken und ich (die Steffi). Am ersten Tag wollten wir bis Jever wandern und das haben wir auch geschafft und so bei strahlendem Sonnenschein (!) Gegen Abend endlich Jever erreicht. Aber da sind wir nicht geblieben, wir haben nämlich die Nacht auf einer Wiese bei Wittmund verbracht, in mitten von Fröschen und anderem Viehzeug, was da so rumhopste.
Am morgen danach waren einige von unseren Schlafsäcken schon pitschnass, denn leider hatte sich das schöne Wetter nicht gehalten. In Wittmund haben wir dann erstmal lecker gefrühstückt, und haben sogar warmen Tee bekommen. An diesem Tag wollten wir unbedingt das Meer erreichen und so trampten wir noch ein gutes Stück in Richtung Norden. In Carolinensiel wanderten wir auf den Deich, um endlich das Meer sehen zu können, aber als wir da oben standen, waren das einzige was wir sehen konnten, jede Menge Wohnwagen. Irgendwo hinten am Horizont konnte man das Meer nur erahnen.. Trotzdem marschierten wir tapfer weiter durch Regen, Kälte und Wind. Aber schließlich mussten wir einsehen, das wir das Meer nicht erreichen konnten. Und so schlugen wir, in mitten von dunkelgrüner Schafscheiße unser Zelt an einem Zaun auf. Danach waren wir dann so richtig lecker essen in Carolinensiel. Noch in dem Lokal hat uns Claudia von einer Schutzhütte erzählt, die nur 4km weiter auch am Deich liegen sollte. Da wir dort sicher geschützter gewesen wären, haben wir unser Zelt wieder abgebrochen und sind losmarschiert. Es wurde langsam dunkler und dunkler und es war keine Schutzhütte in Sicht. Um etwa Mitternacht entdeckten wir dann einen großen Schatten, der nach unserer Meinung die Hütte sein musste.. Aber weit gefehlt. Es war ein Baum und auch als wir weiter suchten, fanden wir die Hütte nicht. So mussten wir uns einfach auf den harten Betonboden legen und uns mit den Zeltplanen zudecken. Trotzdem waren am nächsten Morgen alle Schlafsäcke nass. Und als es hell wurde, haben wir auch unsere Hütte gefunden...
Wegen der nassen Schlafsäcke wollten wir nur noch so schnell wir möglich nach Hooksiel, welches unsere vorletzte Station sein sollte. Zum Glück haben uns auf dem Weg dahin einige nette Menschen mitgenommen. Ja, und in Hooksiel selber waren wir im Wellenbad um endlich mal wieder sauber und ein bisschen wärmer zu werden. Danach haben wir eine Bäckerein “geplündert”, dann vor einer Apotheke gefrühstückt, und überlegt, wo es einen einen Platz für den nächstens Tag gäbe, da wir ja für den Tag/die Nacht noch Besuch erwarteten :-) Wir haben überall gesucht, und schon fast aufgegeben.
Aber Claudia hat uns erstmal für die Nacht eine Wohnung besorgt, mit richtigen Betten, Toilette und Waschbecken :-) Und da haben wir gekocht und konnten sogar unsere Schlafsäcke trocknen.
Am nächste Tag haben wir uns dann wieder auf die Suche gemacht und haben schließlich auch einen netten Bauern gefunden, der uns eine Wiese zu Verfügung gestellt hat. Da haben wir dann unsere Zelte aufgebaut und... der Besuch konnte kommen! Tat er ja auch :-)
Nachmittags kam dann der Anruf von Ingo, dass die Pfadfinder, die auch einen Tag nach uns auf Hike gegangen waren, auch in Hooksiel angekommen sind. Wir freuten uns riesig und machten uns direkt von der, etwas außerhalb gelegenen Wiese, zum Hafen auf um sie zu begrüßen. Naja wir wurden nicht so begeistert begrüßt, wie wir uns es erhofft hatten.
Unsere Wiese war jedenfalls groß genug und schnell standen dort mehrere kleine Zelte und unser “Gemeinschaftszelt”. Wir haben sogar frische Milch von dem Bauernjungen bekommen. Abens haben wir dann, nachdem wir nochmal einkaufen waren, richtig schön gemütlich gekocht und gegessen. Der nächste Tag war unser letzter Tag auf Hike. Die Jungs machten sich morgens auf ihren Rädern in Richtung Wilhelmshaven auf, während wir uns zu Fuß auf den Weg machten. Aber dann fing es wieder richtig an zu regnen und uns verging wieder mal die Lust am Wandern. Doch zum Glück wurden wir wieder mitgenommen und waren so rechtzeitig in Wilhelmshaven, wo wir zusammen mit den Pfadfinder und Juffis die Expo-am-Meer besucht haben.
Tja, so ging unsere Hike zu Ende, aber nicht ohne Folgen, hier ist nämlich noch unser “Hike-Lied” (Melodie von “Frühling”)
Regen durchweicht den Norden
dat platte Land ist kräftig nass jeworden
es regnet durch in einem Guss,
alle Leute werden nass, darauf trinken wir ein Fass.
Pfadis gehn durch dick und dünn im Regen hier im Norden.
Sommer erfüllt den Norden
Wasser ist zur Plage nun geworden
in Jever kommt die Sonne durch,
trinken den Orangensaft und das gibt uns wieder Kraft.
Weil die Nacht auch Regen hat, trampen wir nach Norden.
Morgen erwacht im Norden
Steffi’s Arsch ist frostig kalt geworden.
Claudia treibt uns weiter an
wir) wandern durch das Friesenland, s’singt uns alle an die Wand.
Tee mit A.. (Apfelsaft) erwärmt uns dann in Wittmund fast im Norden.
Ingo simst nicht im Norden
Das lange Warten ist schon zur Qual geworden.
Juppi kommt nicht auf die Hike
Alle Jungs die warten drauf, doch sie geben niemals auf.
Treffen werden wir uns auch, in Hooksiel auch im Norden.
Schafe scheißen im Norden,
Alle Deiche sind dunkelgrün geworden.
Das Handy ist schon ziemlich leer,
Gehen in’ne Kneipe rein, steckens in ne Dose ein;
Doch der Kellner merkt es bald irgendwo im Norden.
Später gehts dann nach Norden,
Denn wir sind schon wieder nass geworden.
Suchen eine Hütte dort Regen klatscht uns ins Gesicht Finden unsre Hütte nicht;
Der Boden bleibt uns dann nur noch, in der Pampa hier im Norden.
Schwimmen gehn wir im Norden
Hooksiel ist der beste Platz geworden (!)
Werden wieder sauber da
Pennen vor ner’ Apo ein In die Säcke regnets rein;
Abends pennen wir im Haus, in Hooksiel hoch im Norden.
So, also ich find das echt total kreativ, dass muss uns erstmal jemand nachmachen :-)
Das war also unsere Hike.
Nachdem wir alle auf der Expo am Meer waren , und uns seit dem auch gut vorstellen können, wie man sich so als Fischstäbchen fühlt, sind wir Mädels zusammen mit den Juffis zurück ins Lager gefahren, während die Pfadfinder noch auf ihren Rädern bis zum Lager fahren mussten.
Unser Igel sah nach der Woche schon ziemlich mitgenommen aus. Unser Vorzelt hatte eine ganz durchgebrochene Stange und innen drin war Chaos - also alles genau wie vorher :-)
Wir haben dann erstmal unsere Rucksäcke ausgepackt und direkt ein paar “blinde Passagiere” gefunden, nämlich ein paar Ohrenkneifer, die sich in der Nacht bei Wittmund in unseren Rucksäcken einquatiert hatten. Die restlichen Tage waren noch recht schön. Doch so langsam ging auch dieses Lager zu Ende. Hier und da wurde schon eingepackt und abgebaut. Unser letztes “Highlite” war wie immer die Lagerfete. Jede Sippe hat wieder gekocht und wir haben schließlich noch unser Lied zum Besten gegeben :-) ok wir haben es zumindest versucht.
Die letzte Nacht stand nur noch das Küchenzelt, indem die Juffis geschlafen haben. Wir Pfadfinder haben unter einer Überdachung der Freilichtbühne geschlafen.
Am letzten Tag, dem 15.07.2000 wurden dann der Rest eingepackt, schnell gefrühstückt. Dann kam auch schon der Bus, der beladen wurde, erst mit den den Rucksäcken, Isomatten.. Und dann schließlich auch mit uns!
Leider hat unser Sommerlager noch kurz vor Schluss 2 Leichen gefordert, ja, die Gitarren...
Aber insgesamt war es ein super Lager auch wenn das Wetter nicht immer so ganz mitgespielt hat..
Und hiermit, wie immer, noch ein dickes Danke an alle die dieses Lager organisiert haben!!!