1. Tag Samstag 12.10.1996
Um 4 Uhr Morgens ging es mit dem Auto ab Wegberg los. Herr von Borries brachte uns zum Bahnhof nach Hannover, wo wir um 7.50Uhr unseren Zug nach Magdeburg bekamen. Nach einer kleinen Stärkung bei einer amerikanischen Fastfood Kette und dem Einkauf von Flüssignahrung fuhren wir weiter nach Berlin Wannsee.
Von dort aus ging es weiter nach Berlin Schöneberg, wo wir alte Freunde von mir trafen, die uns auch gleich zum essen einluden. Es gab Wirsing!
Ihren Schrebergarten haben sie uns zur Übernachtung zu Verfügung gestellt.
Als kleine Aufmerksamkeit halfen wir dann ein bisschen bei der Gartenarbeit bis wir uns früh schlafen legten.
2. Tag Sonntag 13.10.1996
Um halb neun war die Nacht zu ende und nach einem guten Frühstück machten wir uns auf dem Weg zum Bahnhof Zoo. Um das Wochenend Ticket noch ein bisschen auszunutzen beschlossen wir einen kleinen Abstecher nach Polen zu machen nur waren wir am falschen Bahnhof und so mussten wir uns beeilen um schnell zum BHF Friedrichstraße zu kommen. Nach einer etwa einstündigen Fahrt kam wir in Frankfurt (Oder) an. Sogleich machten wir uns auf den Weg zur Grenze.
Der Grenzübertritt erfolgte genau um 12.10Uhr.
In dem Ort suchten wir als erstes einen Zigarettenladen auf und waren von den Preisen überwältigt. (West 13,50DM, €6,90; Westlight 14,--DM, €7,16)
Später haben wir noch in einem Restaurant für 4 große Coke 4DM,€ 2,04 bezahlt.
Auch die Äpfel (1,1kg) haben uns nur 1DM, €0,51 gekostet.
Nachdem wir uns einen Polenmarkt angeschaut haben ging es auch schon bald wieder zurück nach Deutschland.
Mit dem Zug sind wir von Frankfurt über Berlin nach Brand gefahren, wobei wir in Schönweide unseren Anschlusszug verpassten und eine Stunde später in Brand ankamen.
An diesem Abend machten wir ein schönes großes Feuer und kochten unsere Feuer-Zauber-Texas Dosen.
3. Tag Montag 14.10.1996
In dieser Nacht war es extrem kalt und eine leichte Eisschicht hatte sich auf unseren Schlafsäcken niedergelassen.
Nach dem Frühstück führen Daniel und Ich nach Lübben um ein bisschen einzukaufen. Während dessen rissen Ole und Jens noch ein bisschen die Häuser dort ein. In den verfallenen Häusern lagen noch ein paar Gegenstände: 2Spaten, 1Mauerkelle, 1 1m lange Eisenstage, 3 Töpfe mit Lacken, Watte für die Ohren, Handreinigungscreme, diverse Hölzer, 1Telefon und ein Halonfeuerlöscher.
Das der Feuerlöscher mit Halon gefüllt war fanden wir erst später herraus, denn russisch konnte keiner von uns lesen.
Gegen 14Uhr machten wir uns auf nach Golßen, wo wir Herrn Linkenheil nach einem Schlafplatz für die kommende Nacht fragen wollten jedoch war er in einer Besprechung (auf einer Baustelle) wo wir ihn auch fanden. Auf unsere Frage ob er denn was wüsste reagierte er ziemlich unhöflich auf unser Anliegen. Somit hat auch „Gurken Sigi bei uns ausgeschissen!“
Die Nacht verbrachten wir schließlich irgendwo in unseren Zelten.
4. Tag Dienstag 15.10.1996
Nach dem Aufstehen haben wir uns getrennt und gingen nun zu zweit weiter. Während Ole und Daniel noch ein bisschen einkaufen gingen machten Jens und ich mich auf den Weg nach Glashütte. Als Daniel und Ole, 4Std. nach uns, immer noch nicht in dem verabredeten Ort ankamen benutzten wir als erste in diesem Ort das neue Telefon und versuchten die beiden anzupiepsen jedoch reagierten sie darauf nicht.
Uns kam dann die Überlegung ob sie nicht direkt nach Ließen gegangen sind, wo wir unser Nachtlager aufschlagen wollten. Also zogen wir los jedoch waren sie dort auch nicht und so sind wir in eine Kneipe um sie erneut anzupiepsen was diesmal auch gelang. Es stellte sich heraus, dass sie mittlerweile in Glashütte angekommen sind.
Mit dem Sohn des Wirtes haben wir dann Ole und Daniel in Glashütte abgeholt die derweil ihr Nachlager aufschlugen und sich was zu essen besorgten.
Vor dem Landschulheim, wo wir im Sommer zuvor das Sommerlager verbrachten, haben wir dann einen Schlafplatz gefunden.
Den Grund für ihr spätes erscheinen in Glashütte erzählten sie uns beim Abendessen.
5. Tag Mittwoch 16.10.1996
Am kommenden Morgen wurden wir durch eine Horde Kinder. So standen wir auf und gingen erstmal duschen dabei stellte Ole dann an seiner linken Hüfte ein Zecke fest, die mit großen chirurgischen Aufwand entfernt wurde.
Um kurz vor zwölf machten sich Jens und Ole nochmals auf den Weg nach nach Glashütte und Golßen, da sie noch eine Flasche Benzin und einen Mag-Lighthalter in Glashütte und eine Mini-Mag-Light in Golßen vergessen haben. Um 18Uhr trafen wir uns alle wieder und machten uns auf dem Weg nach Baruth/Mark um von dort aus mit dem Zug nach Berlin/Schönefeld zu fahren, wo wir die Nacht im Flughafen verbrachten. Zum Abend hin verließen Daniel und Jens das Flughafengebäude und bauten ihre Zelte an einem Parkhaus auf.
6. Tag Donnerstag 17.101996
Die Passagiere haben nicht schlecht geschaut als wir uns auf den Bänken zum schlafen niederlegten. Um 9Uhr ist Ole dann zu den anderen raus gegangen um sie zu wecken. Knapp eine Stunde später kamen sie dann angelatscht. (Ohne ihre Sachen). Nun machten wir uns noch den Spaß und haben unsere Rucksäcke durchleuchten lassen. Nur konnten die Zöllner nicht richtig sehen, was ich in dem Rucksack hatte, da ich das meiste in einen BW-Poncho eingerollt habe. So durfte ich dann noch meinen Rucksack auspacken.
Darauf sind wir alle aus dem Flughafen raus um die Sachen der anderen zu holen Dort stand jetzt ein Polizeiauto mit zwei netten Herren, die gerade dabei waren die Rücksacke für Daniel und Jens zu packen. Sie hatten auch schon eine Nachricht an die Zeltstange gehängt, wo wir die Rucksäcke wieder bekommen würden.
Nach dem wir noch ein Foto mit den Herrn in Uniform machen durften nahmen wir unsere Sachen und fuhren zum Schrebergarten.
Nach dem wir uns dort wieder bereitgemacht haben fuhren Jens und Ole nach Berlin rein. Kurz nach ihnen sind auch Daniel und ich hinterher um die ersten Fotos zum entwickeln zu bringen. Am Brandenburgertor sind wir uns dann über den Weg gelaufen (so eine kleine Stadt).
Am Abend präsentierten uns Ole und Jens noch ihre Überweisungsträger fürs schwarzfahren.
7. Freitag 18.10.1996
Den heutigen Tag nutzen wir zu richtigen Erholung am Nachmittag haben wir erst beschlossen aufzustehen und sind darauf wieder nach Berlin rein, um unter anderem die Fotos abzuholen. Jens hat uns an diesem Nachmittag schon verlassen und ist zu einer Hochzeit nach Brandenburg gefahren.
Die kommende Nacht wurde sehr lang, da wir sehr früh mit dem ersten Zug wieder nach Polen fahren wollten um noch etwas einzukaufen.
8. Samstag 19.10.1996
Nach einer durchgemachten Nacht, machten wir uns erneut auf den Weg nach Polen um dort unsere Zigaretten Vorräte wieder aufzufüllen.
Von dort aus fuhren wir dann am gleichen Tag noch wieder zurück nach Wegberg.